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ALBERT
HERRING Eine Oper von Benjamin Britten |
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| szenische Inhaltsangabe
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Das Dorf Loxford im Osten Englands soll durch das strenge Regiment der sittsamen Lady Billows zu angesehenem und tugendhaftem Ruhm in der Umgebung geführt werden. Ziel der religiösen Dame ist es, durch die Krönung einer, bisher enthaltsam lebenden, Maienkönigin diese Sittsamkeit zu manifestieren. Zur Verzweiflung des aus "öffentlichen Personen" des Dorfes zusammengestellten Komitees gibt es kein ehrbares Mädchen in ganz Loxford, welches den hohen Ansprüchen des Komitees gerecht werden würde. Fleischliche Lust und uneheliche Geburten greifen immer häufiger in Loxford um sich. Man beschließt nach anfänglichem Zögern den braven, aber lebensfernen Laden-Sohn der Mrs. Herring zu krönen. Mit über 20 Jahren steht er noch immer unter dem Pantoffel seiner Mutter. Von den Kindern des Dorfes wird er ausgelacht und von der Dorfjugend übersehen. Albert Herring. Wegen des großen Geldpreises und dem Ruhm, der der ärmlichen Familie zuteil werden würde, stimmt die Mutter der Krönung zu. Albert will nicht. Die Krönungsfeier gerät durch den Streich der zwei Jugendlichen Nancy und Sid zu einem Desaster. Sie schütten heimlich Rum in Alberts Limonadenglas. Albert, der noch nie Genussmittel konsumiert hat, bekommt erst Schluckauf und dann einen Schwips. Die verheerenden Auswirkungen des Rums aber folgen danach. Angeheitert durch den Alkohol beschließt Albert, wieder daheim, auszureißen. Er will endlich das erleben, von dem Sid ihm ständig vorschwärmt. Jetzt, da ihm auch die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen und die Mutter noch nicht zurück ist, nutzt er die Chance, und läuft weg. Er bedenkt die Folgen nicht.
Durch das plötzliche Verschwinden des gerade gekrönten Maienkönigs gerät die gesamte, unter Druck zusammengehaltene, Ordnung des Dorfes durcheinander.
Es wird das Schlimmste vermutet. Als wenig später auf der Landstrasse die von Albert unachtsam weggeworfene Maienkrone verwüstet aufgefunden wird, bricht im bisher heilen Loxford ein Trauergeschrei aus. Im Laden der Mutter bekunden alle ihr Mitleid. Mitten in die verzweifelte Runde steckt der nur halb ausgenüchterte Albert seinen Kopf durch die Ladentür - froh, wieder daheim zu sein. Das Kommitee und Alberts Mutter sehen Verrat an ihnen und Loxford. Aber es ist der Verrat Alberts an der Spießbürgermoral und der krankhaft unterdrückten Sexualität. Albert wird ins Kreuzverhör genommen. Nach und nach kehrt die Wahrheit über Alberts Wegbleiben ans Licht. Er verbrachte die Nacht und den darauffolgenden Tag in öffentlichen Kneipen der Umgebung und ließ es nicht aus, sich zu prügeln. Schuld an seiner Flucht sei seine Mutter und ihre tyrannische Erziehung.
Man verzeiht Albert nicht. Das Leben in Loxford nimmt weiter seinen Lauf und in wenigen Monaten wird Gras über die Geschichte gewachsen sein. |
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